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Augustin Wibbelt-Gesellschaft wählt Vorstand neu

Zweimal musste die Mitgliederversammlung der Augustin Wibbelt-Gesellschaft coronabedingt abgesagt werden. Am 9. Oktober konnte sie endlich stattfinden. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Neuwahl des Vorstands und zwei Ehrungen.
Der langjährige Vorsitzende, Dr. Robert Peters, legte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er hatte den Vorsitz fast dreißig Jahre inne und engagierte sich noch länger in anderen Ämtern im Vorstand. Als Zeichen der Anerkennung seines tatkräftigen Wirkens ernannte ihn die Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden der Augustin Wibbelt-Gesellschaft auf Lebenszeit. In der Urkunde, die ihm überreicht wurde, heißt es: „Er widmet sich bis heute mit großem Engagement der wissenschaftlichen Erforschung der niederdeutschen Sprache und Literatur Westfalens. Die Beschäftigung mit Augustin Wibbelts Leben und Werk nimmt dabei einen festen Platz ein. Darüber hinaus hat er sich stets um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbindung von Wissenschaft und niederdeutscher Öffentlichkeit verdient gemacht.“
Zum neu gewählten Vorstand gehören für die kommenden drei Jahre: Dr. Claudia Maria Korsmeier (Vorsitzende), Dr. Robert Damme (stellvertr. Vorsitzender), Rudolf Averbeck (Schatzmeister), Elmar Schilling (Geschäftsführer), Rita Averbeck (stellvertr. Geschäftsführerin), Dr. Markus Denkler, Dr. Christian Fischer, Heinz Lenkenhoff und Prof. Josef Vasthoff (Beisitzer). Zuvor waren als Kassenprüferinnen Verena Kleymann und Kathrin Henschel gewählt worden.
Die Mitgliederversammlung ernannte zudem Hannes Demming aus Anlass seines 85. Ge-burtstags zum Ehrenmitglied der Augustin Wibbelt-Gesellschaft. Er habe sich, so die Begründung, sich in hervorragender Weise um die Pflege des Plattdeutschen verdient gemacht und Wibbelts Werk seine Stimme und sein schauspielerisches Können geliehen.
Die Augustin Wibbelt-Gesellschaft wurde 1983 gegründet und hat derzeit 230 Mitglieder.

… wird fortgesetzt: Geschenkaktion für Seniorenheime

Plattdeutsch macht froh: Die Sprache verbindet mit der Landschaft Westfalens, mit seiner Bevölkerung und deren Lebensweise. Sie ist „gemütlich“, und für diejenigen, die sie noch sprechen, schlägt sie einen Bogen in die eigene Vergangenheit. Es gibt sie noch: die „Muttersprachler“, deren erste Fremdsprache in der Schule Hochdeutsch war. Viele leben inzwischen in Einrichtungen für Senioren.
An Seniorenheime richtet sich die Geschenkaktion, die die Augustin Wibbelt-Gesellschaft fortsetzt: Sie verschenkt Buchpakete mit Erzählungen und Gedichten von Augustin Wibbelt.
Einrichtungen für Senioren können sich bei der Augustin Wibbelt-Gesellschaft melden und erhalten dann ein Buchpaket mit einem bunten Strauß plattdeutscher Bücher von Augustin Wibbelt als Geschenk. Bitte schreiben Sie eine Mail an info@augustinwibbelt.de.
Die Augustin Wibbelt-Gesellschaft möchte mit dieser Aktion einen Gruß an die vielen Menschen senden, die seit dem Ausbruch der Coronapandemie in den Senioreneinrichtungen weitgehend isoliert und häufig von ihren Lieben getrennt sind. Sie möchte Mut machen, bis zur Normalisierung der Situation die Geduld und die Zuversicht nicht zu verlieren. Dabei kann die Lektüre von Wibbelts Büchern helfen.